Ablauf · Metalldetektor-Suche
So läuft die Metalldetektor-Suche auf Usedom ab
Von der ersten Nachricht bis zum Fund: vier nachvollziehbare Schritte, ehrlich erklärt — und der rechtliche Rahmen, in dem wir auf Usedom arbeiten.
Lieber schreiben? Das Kontaktformular ist in 30 Sek. ausgefüllt.
Wenn du dich meldest, fragen wir zuerst nach dem Hergang: Wo genau warst du, was ist passiert, wann? Diese Angaben grenzen den Suchbereich ein — ob am Strand von Zinnowitz, im flachen Wasser vor Ahlbeck oder an Land bei Karlshagen macht für unser Vorgehen einen Unterschied. Aus deinen Angaben schätzen wir ab, wie groß das Suchgebiet ist und welche Ausrüstung sinnvoll ist.
So läuft's
In vier Schritten zur Suche
Kontakt aufnehmen
Du meldest dich telefonisch oder über WhatsApp. Schon ein kurzer erster Hinweis reicht, damit wir wissen, worum es geht.
Ort und Hergang klären
Wir fragen nach: Wo genau warst du, am Strand, im flachen Wasser oder an Land? Wie ist der Ring abhandengekommen? Diese Angaben grenzen den Suchbereich ein.
Anreise absprechen
Wir sind ein ehrenamtliches Netzwerk und reisen zur Insel an — oft innerhalb von 12–48 h, nach Absprache. Wir stimmen mit dir einen passenden Zeitpunkt ab.
Systematisch suchen
Vor Ort gehen wir den Bereich mit XP Deus II und Minelab Manticore ab, im Wasser kommen Pinpointer, Tauchausrüstung oder das 200-m-ROV dazu. Ruhig und gründlich, Bahn für Bahn.
Womit wir suchen
XP Deus II
Funkloser, wasserdichter Multifrequenz-Detektor. Wir trennen damit am Sandstrand Goldring von Kronkorken und arbeiten auch in der nassen Brandungszone der Spülsaum-Kante.
Minelab Manticore
Hohe Empfindlichkeit auf kleine Goldringe, dazu eine präzise Tiefen- und Metallanzeige. Stark dort, wo viel Störmetall im Sand liegt — etwa unter Strandkorbfeldern und Promenaden.
Pinpointer
Das kurze Handgerät lokalisiert den Ring im ausgehobenen Sand auf wenige Zentimeter genau. So bleibt das Loch klein und der Strand weitgehend unberührt.
Tauchausrüstung
Für Suchen unter Wasser — vor Seebrücken, an Buhnenfeldern oder in flachen Binnenseen. Wir tauchen den weichen Grund systematisch ab, statt nur vom Ufer aus zu suchen.

200-m-ROV
Der ferngesteuerte Unterwasserroboter erreicht Tiefen, in die kein Taucher mehr geht. Mit Kamera und Greifer bergen wir damit auch das, was tief im Wasser liegt.


Rechtlicher Rahmen
Suche im rechtlich zulässigen Rahmen
Der Einsatz von Metalldetektoren ist in Mecklenburg-Vorpommern genehmigungspflichtig (§ 12 DSchG M-V). Unsere Einsätze erfolgen mit der erforderlichen Genehmigung.
Mecklenburg-Vorpommern gehört bei der Detektorsuche zu den strengsten Bundesländern. Die Genehmigungspflicht gilt landesweit und unabhängig davon, ob ein Strand, eine Wiese oder Privatgelände betroffen ist; das zuständige Landesamt erteilt dafür ausdrücklich keine Sonderbescheinigungen für die Suche nach Eheringen. Wir ziehen deshalb nicht auf eigene Faust mit dem Detektor los, sondern arbeiten im zulässigen Rahmen.
In Naturschutzgebieten suchen wir nicht
In ausgewiesenen Naturschutzgebieten gelten zusätzliche Verbote. Flächen wie der Streckelsberg bei Koserow, die Südspitze der Halbinsel Gnitz und der Peenemünder Haken sind für uns kein Suchgebiet — dort suchen wir grundsätzlich nicht oder nur nach ausdrücklicher Freigabe. Jenseits der Grenze bei Ahlbeck, in Świnoujście, gilt polnisches Recht; dorthin vermitteln wir keine Suchen.
Häufige Fragen zum Ablauf
Ist die Suche mit dem Metalldetektor auf Usedom überhaupt erlaubt?
Der Einsatz von Metalldetektoren ist in Mecklenburg-Vorpommern genehmigungspflichtig (§ 12 DSchG M-V). Unsere Einsätze erfolgen mit der erforderlichen Genehmigung. Die Genehmigungspflicht gilt landesweit und unabhängig davon, ob es sich um einen öffentlichen Strand, eine Wiese oder Privatgelände handelt — das Landesamt erteilt dafür ausdrücklich auch keine Sonderbescheinigungen für die Suche nach Eheringen. Wer ohne diese Befugnis mit dem Detektor loszieht, riskiert ernste Konsequenzen. Genau deshalb arbeiten wir im rechtlich zulässigen Rahmen und nicht auf eigene Faust. In ausgewiesenen Naturschutzgebieten suchen wir grundsätzlich nicht oder nur nach ausdrücklicher Freigabe; dazu zählen etwa der Streckelsberg bei Koserow, die Südspitze der Halbinsel Gnitz und der Peenemünder Haken. Und hinter der Grenze bei Ahlbeck, in Świnoujście, gilt polnisches Recht — dort vermitteln wir keine Suchen, weil deutsche Annahmen jenseits der Grenze nicht greifen. Sprich uns deinen Verlustort einfach an, dann ordnen wir gemeinsam ein, ob und wie eine Suche dort möglich ist.
Sollte ich bei der Suche selbst dabei sein?
Wenn es dir möglich ist, ja — deine Anwesenheit hilft uns sehr. Niemand kennt den Hergang so genau wie du: Du kannst zeigen, wo du gesessen hast, in welche Richtung du gelaufen bist oder an welcher Stelle du ins Wasser gegangen bist. Diese Angaben grenzen den Bereich oft stärker ein als jede Beschreibung am Telefon, und gerade an einem breiten Ostseestrand zählt jeder Meter. Trotzdem ist deine Anwesenheit keine Bedingung. Falls du längst abgereist bist oder vor Ort verhindert bist, arbeiten wir mit Fotos, einem kurzen Videoanruf und einer genauen Beschreibung weiter. Wir markieren die wahrscheinlichste Zone und gehen sie systematisch ab. Wichtig ist vor allem, dass die Stelle vorher möglichst wenig betreten wurde, damit der Ring nicht zusätzlich verlagert oder tiefer in den Sand gedrückt wird. Was in deinem Fall konkret weiterhilft, besprechen wir in Ruhe beim ersten Kontakt mit dir.
Was passiert, wenn der Ring nicht gefunden wird?
Dann sagen wir dir das offen. Nicht jede Suche gelingt — manchmal ist der Bereich zu groß, der Ring liegt zu tief oder an einer Stelle, die wir nicht erreichen, etwa weit draußen im Wasser oder unter einer Buhne. Eine Erfolgsgarantie gibt es bei keiner seriösen Suche. Wir wecken deshalb keine Hoffnungen, die unrealistisch sind, und tun nicht so, als ließe sich jeder Ring zurückholen. Was wir zusagen können, ist ein gründlicher, systematischer Versuch mit der passenden Ausrüstung. Bleibt er erfolglos, hast du wenigstens die Gewissheit, dass alles Vertretbare unternommen wurde. Über die vorher besprochenen Fahrtkosten hinaus entstehen dir auch in diesem Fall keine Kosten, denn die Suche selbst ist ehrenamtlich. Manchmal lohnt ein zweiter Anlauf zu einem späteren Zeitpunkt — etwa wenn sich nach einem Sturm der Sand am Strand verlagert hat und Bereiche wieder zugänglich werden.